Ich selbst muss Sonne sein. Ich muss mit meinen Strahlen das farbenlose Meer der ganzen Gottheit malen.


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25.12.2010

Ein ganz besonderes Geschenk
Als die Hirten auf den Feldern Bethlehems von der Geburt Jesu gehört hatten, machten sie sich gleich auf den Weg, um es zu sehen. Und weil der Anblick des Kindes wie ein Wunder auf sie wirkte, überlegten sie auf dem Heimweg, was sie dem Kind bei ihrem nächsten Besuch schenken wollten: frische Schafsmilch, Mehl, Fett und ein warmes Fell.
David, der kleinste Hirtenjunge, hatte jedoch nichts zum Verschenken. Das machte ihn traurig. Als er auf seinem Strohbündel lag, konnte er lange nicht einschlafen. Immer musste er an das Kind im Stall denken. Von draußen leuchtete hell der Weihnachtsstern auf sein Lager und tauchte die einzelnen Strohhalme in sein warmes Licht. Da wusste David plötzlich, was er dem Kind schenken konnte: einen Stern aus Stroh!
Leise, um die anderen nicht zu wecken, stand er auf. Mit einem Messer schnitt er ein paar Halme zurecht und legte sie zu einem Stern zusammen. Mit einem Wollfaden band er die Halme aneinander. Und am nächsten Tag, als die Hirten gemeinsam aufbrachen, trug David den kleinen Stern aus Stroh vorsichtig in seinen Händen. Im Stall angekommen, wartete er, bis die anderen ihre Geschenke in die Krippe gelegt hatten. Dann trat er zu dem Kind und hielt ihm mit zitternden Händen seinen Strohstern hin.
Das Kind hielt den Stern fest und lächelte ihn an, weil es spürte, dass dieses Geschenk von Herzen kam. 

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