"Ich habe mich oft verwundert, wie es kommt, dass jeder auf sich selbst mehr hält, als auf alle anderen Menschen und sich dann doch viel weniger aus der Meinung macht, die er von sich selbst hat, als aus der, die andere von ihm haben."


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Schneeflocken-Philosophie

Schneeflocken-Philosophie

Es war einmal eine Taube, die im Winter auf einem Tannenzweig saß und über ein Gespräch nachdachte, das sie gehört hatte. Zwei Menschen hatten sich über Hass und Streit unterhalten und sich gefragt, was sie wohl als Einzelne für den Frieden tun könnten, da sie schwach seien und ihre Stimmen nichts zählten.
Da sie selbst auch keine Idee hatte, gab die Taube den Gedanken auf. Da begann es zu schneien, nicht etwa heftig im Sturmgebraus, nein, wie im Traum, lautlos und ohne Schwere. Da sie nichts anderes zu tun hatte, begann die Taube, die Schneeflocken zu zählen, die sacht vom Himmel fielen und auf ihrem Ast landeten. Jede einzelne war so zart, so leicht, wog kaum mehr als nichts. 
Sie zählte bis zweimillionen -neunhundertachtundfüfzigtausend -vierhundertzweiundsiebzig.
Doch als die zweimillionen -neunhundertachtundfüfzigtausend -vierhundertdreiundsiebzigste Flocke auf den Ast fiel, brach dieser ab. Die Taube flog erschreckt auf. Als sie auf einem anderen Zweig wieder zur Ruhe kam, dachte sie über diesen Vorfall nach.
Es verging eine geraume Zeit. Dann hatte sie einen Gedanken: 
Vielleicht fehlt nur eines einzigen Menschen Stimme zum Frieden in der Welt.

Es kann Deine Stimme sein!

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