Nenne dich nie selbst einen Sünder. Diese Art von Selbstverdammung steht einem Kind Gottes schlecht.


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Federn im Wind

Federn im Wind 


Es waren einmal zwei Nachbarn, Johann und Walter, die nach anfänglicher Freundschaft nach und nach in Zwietracht miteinander gerieten. So kam es, dass Walter, der Neid und Missgunst empfand, begann, Negatives über Johann zu verbreiten. Doch Johann erfuhr bald darauf davon und stellte seinen ehemaligen Freund freundlich zur Rede, warum er Dinge erzählt hätte, die doch der Wahrheit entbehrten. 
Durch Johanns einfühlsame Art kam Walter zu Verstand und es tat ihm ehrlichen Herzens Leid, was er da angezettelt hatte. Er bat um Verzeihung und fragte Johann, was er zur Wiedergutmachung tun könne. Johann überlegte einen Moment, dann erwiderte er: "Ich habe hier einen Sack Federn. Bitte gehe von Haus zu Haus, wo Du über mich schlecht gesprochen hast und wirf vor jeder Tür eine Handvoll Federn in die Luft. Dann komm wieder zu mir." 
Walter war froh, so einfach davonzukommen und erfüllte seine Aufgabe mit Ernsthaftigkeit. 
Als er zu Johann zurückkam, sagte dieser: "Und nun kommt der zweite Teil der Aufgabe. Gehe hinaus und sammle alle Federn wieder ein." Da erschrak Walter und stammelte: "Aber Johann, das kann ich nicht, der Wind hat die Federn längst in alle Himmelsrichtungen getrieben, kein Mensch vermag sie wieder einzusammeln." 
Johann lächelte ihn warmherzig an und riet ihm: "Mein Freund, so wie Du die Federn nicht einsammeln kannst, so kannst Du auch Deine Worte nicht zurücknehmen. Sie sind in den Köpfen der Menschen. Doch ich sehe, dass es Dir Leid tut, deshalb lass uns Freunde sein, wie früher und gemeinsam unsere Worte bedenken, die wir unter die Menschen streuen, dann werden viele davon Nutzen haben."

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