Selbst in den dunkelsten Stunden des Lebens sind die Samen des Friedens, der Freude und des Glückes in uns.


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Affirmationen



AFFIRMATIONEN sind „Glaubenssätze“, die ich mir sage, um mein Verhalten zu verändern oder um Heilung zu erlangen - was ja auch eine Veränderung ist, nämlich die Veränderung eines krankhaften Zustandes hin zu einem gesunden.

Dazu ein Beispiel: Ich neige zum Jähzorn und möchte diese Eigenschaft verändern. Ich arbeite mit einer Affirmation. Ich habe gelernt, dass ich keine Verneinungen benutzen darf, die versteht das Unterbewusstsein nicht. „Ich will nicht jähzornig sein“ , ist also verkehrt. 

Außerdem weiß ich inzwischen auch, dass das verstärkt wird, worauf ich meine Aufmerksamkeit lenke. Wenn ich also stets den Jähzorn in meinem Fokus habe, nimmt er zu.

Ich habe weiter gelernt, dass ich mein Ziel nicht in die Zukunft verlegen soll, also nicht „Ich WERDE ruhig und gelassen“. Das ist zu ungewiss und unser Unterbewusstsein denkt sich: Ach ja, sie WIRD, irgendwann... Also formuliere ich positiv und in der Gegenwart:

„Ich bin ruhig und gelassen.“ 

In der Wohnung hänge ich überall Zettel mit dem Satz auf, so dass ich ihn immer wieder sehe. Ich sage mir den Satz auch immer wieder laut vor, besonders, wenn ich den Jähzorn spüre. Das klingt dann so:

„Ich bin ruhig und gelassen. Ich bin ruhig und gelassen.“ (Der Ton klingt schon gerizt.) „Ich bin ruhig und gelassen.“ (Der Satz wird wütend herausgeschleudert.).... SO kann dieser Satz kein GLAUBENSSATZ sein! Der Alltag zeigt ein völlig anderes Bild. Ich stelle fest, dass ich tief innen Zweifel habe, dass ich diesen Satz sogar ablehne, dass ich ihn als Lüge empfinde. - Ich möchte so werden, aber definitiv bin ich noch nicht so. 

Wenn ich einen Zustand verändern möchte, sollte ich mir zunächst bewusst sein (machen), wie der Zustand derzeit IST. Das bedeutet für mich, dass ich akzeptiere, dass ich derzeit jähzornig bin, aber diesen Gedanken nicht verstärke, indem ich meine Energie hineingebe, um ihn zu unterdrücken. Drücken kommt von Druck.

Wenn ich Druck ausübe, erzeuge ich Gegendruck. Machen Sie doch selbst den Versuch und lehnen sich mit der Schulter leicht gegen eine Wand - Sie spüren Halt und Stütze. Nun stemmen Sie sich mit Gewalt gegen die Wand - Sie spüren Schmerz, aber die Wand ist immer noch da. 



Auch gegen den Jähzorn zu kämpfen, in unserem Beispiel gegen die Wand schlagen oder boxen, bringt keine Veränderung, außer, dass ich eine Menge Energie verliere und meinen Schmerz vergrößere. Ver-zweifelt, das heißt, von Zweifeln geplagt, wende ich mich wieder meinem Ziel zu. „Ich bin ruhig und gelassen.“

Genau da liegt das Problem: Der Satz entspricht nicht der Realität, sondern beschreibt einen wünschenswerten Zustand. Und so entsteht ein innerer Kampf – und Kampf ist Aggression – und Aggression bringt Unzufriedenheit. Damit bin ich in einer Spirale, die beim „besten Willen“ nicht aus dem unruhigen Zustand herausführt, sondern das Unwohlsein verstärkt. Das Bemühen wird intensiver, die Affirmationen werden noch öfter wiederholt, und da keine Veränderung zum Positiven hin geschieht, wächst die Unzufriedenheit.

Die Frage ist nun, wie ich aus dieser Spirale herauskomme. Wie gelange ich tatsächlich zu innerer Ruhe und Gelassenheit? Dazu ist mir eines Tages ein Gedanke in den Sinn gekommen. Der Trick liegt – wie so oft – in der Formulierung.

Statt die offensichtliche „Lüge“ zu formulieren, ich sei ruhig und gelassen, sage ich mir: 

„ Ich erlaube mir, ruhig und gelassen zu sein.“

Das kann mein Inneres akzeptieren. Indirekt habe ich mit dieser Formulierung meinen IST-Zustand akzeptiert. Indem ich mir erlaube, gelassen zu sein, gebe ich zu, dass ich es derzeit noch nicht bin. Aber ich erlaube die Veränderung, ohne dem derzeitigen jähzornigen Zustand weitere Nahrung zuzuführen. Ich kann dem Erfolg entgegensehen, brauche keine Anstrengung zu unternehmen oder für einen wünschenswerten Zustand zu kämpfen. 

Ich erlaube mir nur, dass etwas Schönes geschehen darf. Damit ist der Erfolg wirklich schon programmiert.

Wer sich selbst das noch nicht erlauben kann, hat noch eine andere wirksame Formulierung zur Wahl:

„Ich danke dem Universum, dass es mich unterstützt, ruhig und gelassen zu sein.“

Statt UNIVERSUM können Sie jede Form von Helfer benennen - Gott, Engel, Allah, Jesus-Christus, Höchste Weisheit, Manitu, ... wie auch immer. Die Höchste Präsenz hat viele Namen und ist nach Glauben und Kultur unterschiedlich geprägt worden. Aber letztlich ist die Essenz bei allen Religionen die LIEBE.

Diese Helfer können allerdings nur tätig werden, wenn ich ihnen das Helfen erlaube. Wenn ich sage, ich BIN ruhig und gelassen, was soll der liebe Gott denn da für mich tun??? Ich signalisiere doch, dass ich meinen Zustand als GELASSEN ansehe.

Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass ich dem Universum GEDANKT habe. „Ich danke dem Universum, dass es mich unterstützt, ruhig und gelassen zu sein.“ Ich bitte nur noch selten, weil ich weiß, dass die Göttliche Fülle vorhanden ist. Mit unseren GEDANKEN erschaffen wir Mangel! Wir denken uns klein, hilflos und abhängig. Und ich habe formuliert: „Ich danke dem Universum, dass es mich unterstützt, ruhig und gelassen zu sein.“ Also nicht in die Zukunft gerichtet - zu WERDEN, sondern JETZT zu sein.


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